Lasst uns Kancho spielen

Das die Menschen in Ostasien eine andere Auffassung von Humor haben als wir Mitteleuropäer, dürfte hinlänglich bekannt sein. In diesem Fall ist sie aber GANZ anders.

Kancho (カンチョー) ist ein Streich, der in Japan häufig von Schulkindern gespielt wird. Er ist aber auch in Südkorea als Ttong chim oder Dong chim (kor.똥침) und auf den Philippinen als Tumbong bekannt. Kancho wird in Japan schon seit langem gespielt und leitet sich vom japanischen Wort für Einlauf (浣腸) ab.
1999 wurde der Begriff durch die Manga- und Anime-Serie Naruto international bekannt. Dort kennt man es allerdings besser unter den Namen: „Tausend-Jahre-Schmerzen-Technik“.
Es gibt vier Hauptarten von Kancho praktizierenden:

1. Kinder bei Erwachsenen (meist bei Eltern / Lehrern)
2. Teenager untereinander
3. Paare untereinander
4. betrunkene Geschäftsleute

Zeichnung von Kanchostreichen

Spielregeln:
Man legt seine Hände zusammen, so dass die Zeigefinger ausgestreckt sind und es wie eine Pistole aussieht. Nun versucht man diese in den Anusbereich eines anderen zu stecken, wenn dieser unaufmerksam ist. Bei erfolgreichem „versenken“ ruft man laut: Kan-Cho ! Das ist schon alles.
Wie kommt man auf so was?
Kurze Antwort: weil es lustig ist.
Japaner geben aber ebenso oft Antworten wie: es ist kommunikativ, Verwandtschaft eben? Oder der Klassiker – wir machen das schon immer.
Wie bereits eingangs erwähnt. Es ist ein GANZ anderer Humor.
Und? Immer noch Lust auf Kancho?
NEIN !

Symbol Kancho verboten

 

ki o tsukete kudasai (気をつけて下さいいい)