Sensei´s last minute Tipps für Weihnachten

Bild vom Weihnachtsmann

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Weißt du schon, was du dir wünscht? Falls du dem Weihnachtsmann, Freund, Freundin, Oma, Opa, Eltern oder wem auch immer deinen Weihnachts- Wunschzettel noch abgeben möchtest, dann habe ich heute was wunderbar praktisches für dich. Mit meiner Wunschliste kannst du entweder direkt auf spendable Schenker zugehen oder aber, du hältst das Teil einfach immer griffbereit. So bist du vorbereitet, falls dir jemand die berühmt berüchtigte Frage stellt: Und? Was wünschst du dir denn dieses Jahr?
Ich habe mich bei der Liste auf zehn Artikel beschränkt, die auch alle unter hundert Euro liegen. Viel Spaß…

Trainingstasche:
Die perfekte Tasche für einen Anhänger einer Asiatischen Kampfkunst zu finden ist gar nicht so einfach. Schließlich ist es für ihn meist mehr als nur Sport oder Hobby. Die Trainingstasche sollte daher nicht nur robust, geräumig und funktional sein, sondern auch in puncto Optik und Design etwas her machen.
Um gleich zu zeigen mit was man sich einen Großteil seines Lebens beschäftigt, müsste die Tasche idealerweise gleich mit Kanji und / oder Karate Symbolen bestickt bzw. bedruckt sein.Bild einer Sporttasche
Die meisten Hersteller für Karateanzüge bieten so etwas an. „Kaiten“, „DanRho“, oder „Tokaido“ z.B.; aber auch unbekannte Hersteller haben sich für die Sensei´s etwas ausgedacht.

Hörbuch:
„Der Weg der leeren Hand“ heißt das wohl erste und einzige Hörbuch das sich mit der Geschichte des Karate beschäftigt. Prof. Dr. Matthias von Saldern (7.Dan) schuf hier einen kleinen Ohrenschmaus; welchen man entweder gemütlich zu Hause oder auf dem Weg zur Arbeit konsumieren kann.
Auf der CD erfährt der geneigte Hörer viel Wissenswertes über die Ursprünge der Kampfkunst in Indien, den Weg den sie nach China nahm, dann über Okinawa weiter nach Japan und schließlich bis nach Deutschland. Sympathisch und kurzweilig
behandelt diese kleine Hörreise viele Stationen, die das Karate so bietet.
Ich selbst konnte auch schon zwei mal an einem Lehrgang von Matthias teilnehmen und durfte mich persönlich von seinem großen Wissen und seiner angenehmen Art überzeugen.Foto einer CD

Schlüsselanhänger:
Kein Schlüsselbund ohne Anhänger. Was das Öffnungswerkzeug verschönern soll, zeigt so gut wie immer die Liebe zu einem Hobby oder einem Ort an.
Eine Menge deutsche lieben ihr Auto. So sieht man häufig einen Stern oder vier verschlungene Ringe am Anhänger. Einige sind besonders Heimat verbunden und tragen das Stadt oder Landeswappen ihres Geburtsortes in der Hose. Wieder andere haben ihre Initialen am Schlüssel und lieb offensichtlich sich selber.
Für den stylischen Karateka eignet sich gut ein Logo seiner Stilrichtung oder ein Kämpfer in entsprechender Pose. Sehr beliebt sind auch Kanji mit der Bedeutung: Karate-Do, Budo, Shotokan, etc.
Ein kleiner Karate-Gi aus Stoff, mit der eigenen Gürtelfarbe, ist ganz nett. Ich habe auch schon verschiedene Tiere mit Karateanzug und schwarzem Gürtel gesehen.

Kaffeebecher:
Nicht nur Zuhause, sondern ebenso am Arbeitsplatz enorm beliebt. Als Tasse oder Becher; hier kann man wiedereinmal gerne zeigen, was für einem Hobby bzw. Sport man nachgeht.
Ob aus Keramik oder Edelstahl, hier sind der Fantasie nun wirklich keine Grenzen mehr gesetzt. Metall sieht nicht nur schick aus, sondern eignet sich tatsächlich besonders gut für unterwegs. Etwa auf einem Lehrgang oder einer anderen Freizeitaktivität, die nichts mit Karate zu tun hat. Da hier schlichtweg viel mehr Platz zur Verfügung steht, können neben den bereits bei den Schlüsselanhängern genannten Motiven ganze Sätze oder gar kleine Sprüche verewigt werden.
Für geringen Aufschlag lassen sich die Gefäße des göttlichen Bohnensaftes auch personalisieren.

Schmuck:
Für beiderlei Geschlecht als Ring, Armband oder Kettenanhänger. Für den Herren außerdem als Manschettenknöpfe oder Krawattenklammer immer noch hoch im Kurs. Wer hat, der hat. Ein Hingucker ist es allemal. Wenn auch ungleich teurer als ein Schlüsselanhänger, gibt man hier für aus Silber gefertigte Stücke kein Vermögen aus.
Es gibt aber genauso stilvolle Kunst aus Kunststoff. Etwa Ohrringe die wie kleine Torii (鳥居) oder Sushi (寿司) geformt sind. Wer´s mag…

Schützer:
Immer gut, wenn man welche hat. Fürs Sparring, Randori (乱取) oder das Sandsacktraining allzeit gilt: „safety first“. Die Dinger schützen übrigens nur eins – einen selber; nichts anderes. Neben dem Schutz darf die Beweglichkeit natürlich nicht zu kurz kommen. Ich möchte schließlich alle Techniken auch so ausführen können, wie ohne Sicherheitsausrüstung. Da kann da nur diese hier sehr empfehlen:
„KWON TKD Handschützer Evolution WT „Foto von Faustschützern
Die sind echt strapazierfähig, robust und lassen sich später ganz einfach waschen. Einer der wenigen Exemplare die auch den Daumen schützen. In weiß passend zum Karateanzug; auch als Fußschützer zu haben.

Kalender:
So richtig geile gibt es eigentlich nur drei. Einen farbigen Kunst Kalender in Aquarell; aus dem Hause „schlatt-books“. Hierbei handelt es sich um einen ewigen Kalender mit einem Karateka in zwölf verschiedenen kamae (構). Sehr viel Schönes in DIN A4.
Als zweites haben wir einen mit Scherenschnitt Motiven im Angebot. Jedes Jahr werden die Silhouetten einer anderen Kata (型) einschließlich bunkai (分解) gezeigt. Auch hier viel Schönes aus dem Hause „schlatt-books“ in DIN A4.
Als drittes habe ich einen Almanach mit sehr genialen Bleistiftskizzen in petto. Diese mal von Sensei Fiore Tartaglia (6.Dan). Dieser Kalender bietet obendrein zu jeder Bleistiftzeichnung eine tolle Budo Weisheit jeden Monat. Ausgesprochen elegante Kunstwerke in DIN A3.Foto eines Kalenders

Socken /Krawatte:
Dieser Klassiker darf zu Weihnachten einfach nicht fehlen. Selbstverständlich soll dieser Evergreen in keinster Weise verstaubt und langweilig daherkommen. Nicht Omas gut gemeinte Fürsorge um unsere Gesundheit ist hier ausschlaggebend, nein auch hier achten wir auf Optik und Design.
Kaum zu glauben. Doch gerade bei Socken gibt es viel mehr Motive, die mit Japan oder Budo (武道) zu tun haben, als bei Krawatten. Last es ordentlich krachen. Mut zur Farbe. Warum nicht einen kühnen Samurai (武士) oder eine hübsche Geischa (傀儡) am Fuß haben? Auch wenn euer Umfeld dies kaum wahrnehmen wird, ihr wisst, was sich unterhalb eures Knies befindet. Der Schlips steht auch so mancher Frau, ist aber wohl eher bei Männern ein echter Hingucker. Wenn es das Logo des eigenen Verbandes sein soll – einfach mal in der Kampfrichter Ecke nachschauen…

Handtuch:
Zusammen mit Karateanzug und Obi (帯) gehört es zur Grundausstattung einer jeden Trainingstasche.
Genauso wie bei den Kaffeebechern ist hier so gut wie alles möglich. Man sollte nur darauf achten, immer die gestickte Variante zu nehmen und kauft es nicht zu klein. Gerade für die Männer.
Ich selbst habe im Sommer zusätzlich noch ein kleines „Hände-Handtuch“ als Schweißtuch dabei. Gerade bei Lehrgängen und Seminaren freut das dann auch den Trainingspartner im Infight.
Bei Handtüchern macht es übrigens zum ersten Mal wirklich Sinn seinen Namen auf dem guten Stück zu haben; um Verwechslung während des Tumultes im Waschraum zu vermeiden.
Nicht nur bei anderen Freizeitaktivitäten, wie etwa Schwimmen, ein echter Hingucker, sondern manchmal auch ein schönes Gesprächsthema…

Gutschein – Sushi / Rahmen:
Zu guter Letzt noch etwas für jene Menschen, die schon alles haben. Essen muss jeder. Aber bitte stilvoll und möglichst lecker. Japanisches Essen ist sowie so gerade Mega angesagt. Alles – außer Sushi (寿司) !!!
Ramen (老麺) ist das Stichwort. Da ich hier nicht über diese ursprünglich aus China stammende Spezialität referieren möchte, beschränke ich mich auf eine Handvoll Orte an dem man dieses besondere Gericht genießen kann. Für das schönste Bundesland der Welt (also Hamburg) ist das:

„MOMO Ramen“; in der Schanze.
Die Bar ist relativ klein, deshalb lieber vorher einen Tisch reservieren. Die Location kommt cool und eher schlicht daher. Ein Parkplatz ist immer Glückssache. Der Koch macht sehr solide, gute Ramen. Die selbstgemachten Limonaden und Eistees sind wirklich gut.

„Kokomo Noodle Club“; auf St. Pauli.
Mit Bonsai-Bäumchen asiatischen Lampions und Bilder voller Kanji macht der Laden ganz einen auf Japan. Die beiden Inhaber waren allerdings selber nie dort und haben in kompletter Eigenregie zu Hause Rezepte ausprobiert und die Karte selbst kreiert. Dem Geschmack der Ramen tut das aber keinen Abbruch. Auch hier gibt es hausgemachte Limo und sogar richtig guten Sake (酒). Die Bar ist trotz der eher kleinen Portion immer gut gefüllt, also schaut doch auch mal rein…

„Takumi Ramen Station“; in Ottensen.
Draußen sind die Tische ein wenig zu klein, Innen ist es aber sehr gemütlich und authentisch. Man kommt sich fast wie in einer richtigen Izakaya (居酒屋) vor.
Takumi steht für den Begriff „Meister“ im handwerklichen Sinne. Und in der Tat. Der japanisch stämmige Koch versteht sein Handwerk. Für mich bisher am überzeugendsten. Unbedingt das Sesameis probieren…

„The lesser Panda Ramen“; am Grindelhof.
Was als Popup-Restaurant in Hamburgs Westen Anfang des Jahres gestartet ist, hat nun im Grindelviertel eine feste Heimat gefunden.
Toller Name, toller Laden, lecker Ramen. Hier stimmt eigentlich alles. Ähnlich wie im
„Kokomo Noodle Club“ haben sich die Inhaber alles selber erarbeitet, nur haben sie meiner Meinung nach bei den Gerichten die Nase vorn. Hinter den Rezepten stecken eine Menge Herzblut. Genauste Detailtreue ist hier der Anspruch; allein die Brühe bedarf rund 16 Stunden Arbeit. Auch in puncto Ambiente lassen sich die Jungs nicht lumpen. Extra Suppenlöffel, Tischsets und trashige Stäbchen runden das Panda-Konzept ab.Foto des Autors, beim Ramen essen.

Ach so. Ganz wichtig. Für alle „Langnasen“:
Schlürfen ist beim Ramen ausdrücklich erlaubt und gehört zum guten Ton. Und bloß nicht die Nudeln abbeißen. Das bring nämlich Unglück.

Ansonsten gilt:
Alle Artikel bekommt ihr bei den beiden größten Internet-Shops „budokonzept“ und „budoten“, oder natürlich auch bei „amazon“.

ki o tsukete kudasai (気をつけて下さいいい)

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