Bild von Mochi & Tee

Sawa kai Nr.2

Sawa kai (茶話会) bedeutet soviel wie Kaffeekränzchen oder auch Teegesellschaft und ist ein stilübergreifendes Format in meinem Blog. Hier werden Meistern verschiedener Stilrichtung sieben Fragen gestellt. Eine Art Kurzinterview, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzudecken. Kurz und knackig.

Dieses Mal mit Christina Gutz 7.Dan Wado Ryu.

Sensei Christina hat sich voll und ganz dem Budo verschrieben. Ob als Trainerin (A-Lizenz), Prüferin (A-Lizenz) oder Stilrichtungsreferentin im Berliner Karate Verband. Mit mehr als 40 Jahren Budoerfahrung (Wado Ryu, Shito Ryu, Takamura Ha Shindo Yoshin Ryu) ist sie zudem Erste Vorsitzende JKF Wadokai Deutschland Sohonbu und ganz neben bei auch noch Studienräten an der Staatlichen Technikerschule Berlin. Das schaffen die Wenigsten.

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alter Meister

Des Meisters neue Kleider

Nein heute geht es einmal nicht um historische Hintergründe oder die geschichtliche Herkunft des Karateanzuges. Auch der Gürtel steht hier nicht im Vordergrund. Mit den habe ich mich schon an dieser Stelle eingehend befasst.(Link)
Allein um den Gi an sich geht es dieses mal.
Richtig wäre Keikogi (稽古着; Anzug für das Training) jedoch haben wir im Westen das Wort auf Karate-Gi oder kurz Gi abgekürzt. Wichtig ist nicht das Wort, sondern dass wir alle wissen was gemeint ist.

Was gibt es nun überhaupt alles an unterschiedlichen Produkten auf dem Markt ?
Was bedeuten die vielen Fachtermini der Hersteller dabei eigentlich genau ?
Und was kommt am Ende für mich in Frage ?
Frei nach dem Motto:
“ Zeig mir deinen Gi, und ich sage dir was für ein Karate du machst“.

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Foto Tokio um 1920

Tempus (Teil 1) Zeitstrahl von 1920 – 1930

Dan (段) sein, heißt Vorbild sein“.
Dies gilt besonders für einen Dojoleiter. Und Sensei (先生) bedeutet nichts anderes als Lehrer.
Da sollte man schon die ein oder andere Frage beantworten können, die eben nichts mit dem Kataablauf oder irgend einer Technikausführung zu tun hat. Auch so kann es nicht schaden, bestimmten Ereignissen aus der Geschichte Japans bzw. des Karate einem Datum zuzuordnen.
Deshalb hier der ultimative Zeitstrahl mit den 20er Jahren:

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Foto eines Shinto Schrein

Von Kriegsgöttern, Drachen und vollkommener Harmonie

Wenn man in Japan unterwegs ist, oder sich generell schon mal mit der Asiatischen Kultur beschäftigt hat, stößt man früher oder später auf ein Symbol.
Das Muster besteht aus drei Figuren, die wie Wirbel, Tropfen oder große Kommata aussehen und tomoe (巴) genannten werden. Diese Muster können in zwei verschiedenen Richtungen zu einem Strudel angeordnet werden und tauchen immer wieder in mehreren Religionen, z.B. Shintoismus, Buddhismus oder Hinduismus, auf.
Sein Ursprung liegt in China und steht im Zusammenhang mit dem Glauben an eine Drachengottheit.
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Bild vom Weihnachtsmann

Sensei´s last minute Tipps für Weihnachten

Nur noch wenige Tage bis Heiligabend. Weißt du schon, was du dir wünscht? Falls du dem Weihnachtsmann, Freund, Freundin, Oma, Opa, Eltern oder wem auch immer deinen Weihnachts- Wunschzettel noch abgeben möchtest, dann habe ich heute was wunderbar praktisches für dich. Mit meiner Wunschliste kannst du entweder direkt auf spendable Schenker zugehen oder aber, du hältst das Teil einfach immer griffbereit. So bist du vorbereitet, falls dir jemand die berühmt berüchtigte Frage stellt: Und? Was wünschst du dir denn dieses Jahr?
Ich habe mich bei der Liste auf zehn Artikel beschränkt, die auch alle unter hundert Euro liegen. Viel Spaß…
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Foto des Autors

Tosho Kona Nr.1

Tosho kona (図書コーナー) bedeutet soviel wie “Bücherecke” und ist ein neues Format in meinem Blog.
So etwas wie eine kleine Buchbesprechung; mit anschließender Empfehlung.
Hier werden in unregelmäßigen Zeitabständen eher unbekannte sowie unkonventionelle Bücher vorgestellt.
Frei nach dem Motto: „Ken Zen ichi“ (剣禅一致; Schwert und Zen sind eins) soll hier bewusst auch der Geist des Bugeisha geschult werden. Zen hat hier nämlich die Bedeutung von Erkenntnis; genauer gesagt Verständnis.
Itosu Anko (1831-1915) sagte ja bereits: „Karate stammt nicht vom Buddhismus oder Konfuzianismus ab“.
Am Ende bewerte ich das Werk dann mit einem Dan – Grad. Wobei der 5. Dan natürlich die höchst mögliche Wertung darstellt.

Den Anfang macht…
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Bild von zwei Tiger

Spitzname: Mr.Tiger (Teil2)

Für Elvis begannen nun das, was Biographen später seine „Hollywood – Jahre“ nannten. Zwischen 1960 und Anfang 1969 drehte Presley nicht weniger als 27 Spielfilme. Seinen Deal mit Jürgen Seydel , das Karate bekannt zu machen, hatte er dabei nicht vergessen. Nur der „King of Rock ’n Roll“ tat es auf seine Weise. Wann immer es seine Rolle zu lies, setzte er durch, das für seine Charaktere so viele Karate-Choreographien in den Filmen vorkamen wie möglich. Besonders in den Streifen: “G.I. Blues”, “Wild In The Country”, “Blue Hawaii”, “Follow That Dream”, “Kid Galahad”, “Roustabout”, “Harum Scarum” und “Double Trouble”, sieht man eine ganze Menge Karatetechniken, die er für seine Hauptrolle alle selber konzipiert und performt hat.
In den Pausen demonstrierte Elvis dann auch Karate für das Filmteam. Er zeigte ganz ähnliche Tricks die in Meister Oyamas Büchern zu finden sind; wie z.B. Bretter mit der Hand zu zerschlagen und Derartiges.
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Bild von zwei Tiger

Spitzname: Mr.Tiger (Teil1)

Nein, die Rede ist nicht von Keinosuke Enoeda (1935-2003); der in der Karate Welt unter dem Spitznamen „The Tiger“ bekannt war. Sondern es geht um einem Mann, der seine Liebe und Hingabe für das Karate nur bisweilen mit einigen Freunden und Bodyguards teilen konnte. Eigentlich war sein Spitzname „Mr.Panther“; doch war dieser Name in den USA der 60er und 70er Jahre politisch etwas heikel. (wiki link)
Die Rede ist von niemand anderem als – Elvis Presley (1935-1977).
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Foto von Kagami-Biraki

Von altem Brauchtum und dem Ende des Neujahrsfestes

Der Jahreswechsel markiert in der japanischen Kultur das Ende des Alten und den Beginn eines neuen Lebensabschnitts. Seit 1873 folgt Japan dem Gregorianischen Kalender und der Neujahrstag wurde auf den 1. Januar festgelegt.
Überall im Land finden Feierlichkeiten statt, die je nach Region etwas verschieden sein können. Selbst von Familie zu Familie gibt es unterschiedliche Rituale. Allen gemeinsam sind in jedem Fall die Kagami-Mochi (鏡餅; flacher, Doppel-Reiskuchen).
Zum Neujahr sind praktisch sämtliche Kamidana (神棚, Shinto Haus-Schrein) und Tokonoma (床の間; Zimmernische) mit ihnen übersät. Erst am 11.Januar, zu Beginn eines besonderen Festes, enden die Feierlichkeiten und man kehrt wieder zurück zur Normalität. Weiterlesen „Von altem Brauchtum und dem Ende des Neujahrsfestes“